
Zur Steigerung des Unternehmenswerts konzentriert sich der Konzern auf die langfristige Maximierung des Free Cashflows. Ein dauerhaft positiver Free Cashflow soll die jederzeitige Zahlungsfähigkeit von HUGO BOSS sichern und gleichzeitig das langfristige Wachstum des Unternehmens unterstützen.
DEFINITION FREE CASHFLOW
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit
= Free Cashflow
Maßgeblich für die langfristige Verbesserung des Free Cashflows ist die währungsbereinigte Steigerung des Umsatzes sowie die Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT). Darüber hinaus unterstützen ein konsequentes Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens (Trade Net Working Capital, TNWC) sowie eine wertorientierte Investitionstätigkeit die Free-Cashflow-Entwicklung. HUGO BOSS hat somit vier zentrale Steuerungsgrößen zur Steigerung des Free Cashflows identifiziert. Diese umfassen den währungsbereinigten Umsatz, das EBIT, das kurzfristige operative Nettovermögen und die Investitionen. Die Prognosen für diese Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2026 sowie die zugrunde liegenden Annahmen sind hier dargestellt. Details zur finanziellen Entwicklung von HUGO BOSS im Geschäftsjahr 2025 finden Sie hier.
DEFINITION EBIT
Ergebnis vor Steuern
– Finanzergebnis
= Operatives Ergebnis (EBIT)
DEFINITION KURZFRISTIGES OPERATIVES NETTOVERMÖGEN
Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
= kurzfristiges operatives Nettovermögen
Das Management der Vorräte sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegt primär in der Verantwortung der zuständigen operativen Zentralbereiche und wird lokal durch unsere Konzerngesellschaften unterstützt. Die Steuerung dieser Bilanzpositionen erfolgt primär über die Kennzahlen Vorratsreichweite, Forderungsreichweite und Verbindlichkeitenreichweite. Zur kontinuierlichen Optimierung des Vorratsvermögens existiert zudem ein spezifischer Genehmigungsprozess für den Einkauf der Vorräte unseres globalen Einzelhandelsgeschäfts, der Abverkaufsdaten, das erwartete Umsatzwachstum sowie das prognostizierte Rabattniveau berücksichtigt.
In den vergangenen Jahren hat HUGO BOSS umfangreiche Investitionen zur Unterstützung langfristigen Wachstums getätigt. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bildeten in erster Linie die Optimierung und Modernisierung unseres eigenen Einzelhandelsnetzwerks, die Digitalisierung des Geschäftsmodells, sowie die Unternehmensinfrastruktur, einschließlich der Ausweitung unserer globalen Logistikkapazitäten. Da der Großteil dieser strategischen Investitionen inzwischen umgesetzt ist, plant HUGO BOSS im Rahmen von CLAIM 5 TOUCHDOWN eine Rückkehr zu normalisierten Investitionsniveaus. Der Fokus liegt dabei klar auf der Effizienz der Investitionsausgaben sowie auf Maßnahmen zur Instandhaltung, während gleichzeitig die strategischen Prioritäten unterstützt werden. Für wesentliche Investitionsvorhaben existiert ein spezifischer Genehmigungsprozess. Er umfasst neben qualitativen Analysen, beispielsweise im Hinblick auf potenzielle Standorte von Stores, auch die Analyse des Kapitalwerts eines jeden Projekts.
Mit CLAIM 5 TOUCHDOWN legt HUGO BOSS den Kurs bis 2028 fest, der die Weichen für nachhaltiges, profitables Wachstum stellt. In einem herausfordernden Marktumfeld baut diese Strategie auf den Erfolgen von CLAIM 5 seit 2021 auf. Mit Blick nach vorne bleibt HUGO BOSS seiner strategischen Ausrichtung treu und schärft jedoch den Fokus. 2026 wird ein Jahr der Anpassung sein, in dem das Geschäft durch die Straffung von Prozessen, die Überarbeitung des Sortiments und die Optimierung des Vertriebsnetzwerks gestärkt wird.
Gleichzeitig wird HUGO BOSS die Free-Cashflow-Generierung deutlich beschleunigen und damit die Grundlage für fortgesetzte Aktienrenditen schaffen. Um dies zu erreichen, wird sich die Umsetzung auf drei zentrale Bereiche konzentrieren: Marke, Vertrieb und Operations. Diese Prioritäten werden die Effizienz steigern und die Voraussetzungen für eine Rückkehr zu Umsatz- und Ergebniswachstum ab 2027 schaffen. Mit dieser gestärkten finanziellen Basis ist das Unternehmen bestens aufgestellt, um sich auf sein langfristiges EBIT-Margenziel von rund 12 % zuzubewegen, womit es sein Bekenntnis zur Wertschöpfung für alle Aktionäre bekräftigt.