
Innerhalb unseres eigenen Verantwortungsbereichs identifizieren wir Standorte in Regionen mit erhöhter Wasserknappheit auf Basis einer Wasser‑Risikoanalyse, die wir für das Jahr 2025 mithilfe des Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute durchgeführt haben. Der Water Risk Atlas berücksichtigt den Baseline Water Stress, also das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und verfügbaren erneuerbaren Wasservorkommen, sowie die drei Risikodimensionen Zugänglichkeit, Verfügbarkeit und Wasserqualität.
Dies gibt uns eine klare Orientierung, auf welche Standorte wir unsere Maßnahmen fokussieren sollten. Gleichzeitig analysieren wir, wo das größte Einsparpotenzial, insbesondere von wertvollem Trinkwasser, liegt.
Ein Beispiel ist unser Produktionsstandort Izmir: Dieser liegt zum einen in der wasserarmen Region Türkei, zum anderen konnten wir dort ein Potenzial zur Oberflächenwassergewinnung identifizieren. Dort sammeln wir nun schon seit einigen Jahren Wasser in Erdwassertanks. Dieses nutzen wir für die Bewässerung von Grünflächen sowie für Sanitäranlagen und schonen damit Trinkwasser.
Zusätzlich haben wir an weiteren Standorten Projekte zur Reduktion des Wasserverbrauchs umgesetzt. Dazu zählen effiziente Bewässerungssysteme am Unternehmenssitz in Metzingen (Deutschland) und im Distributionszentrum Savannah (USA) sowie der Einsatz wassersparender Armaturen und sensorgesteuerter Wasserzufuhr an vielen Standorten. Auch die Demontage von Blockheizkraftwerken in unterschiedlichen Gebäuden und die Installation von Wärmepumpen hat uns bereits geholfen, Wasser zu sparen. Im Rahmen unserer nachhaltigen Storekonzepte berücksichtigen wir bei Neueröffnungen und Renovierungen ebenfalls Lösungen zum effizienten Umgang mit Wasser. Erfahren Sie hier mehr zu diesem Thema.
Im Vergleich zum Basisjahr 2023 ist der eigene Wasserverbrauch im Verhältnis zum Konzernumsatz trotz umgesetzter Projekte bis 2025 um 9 % gestiegen, vor allem aufgrund des Unternehmenswachstums. Wir arbeiten kontinuierlich an Maßnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs.
Auch in unserer Lieferkette setzen wir uns für ein verantwortungsvolles Wassermanagement ein. Daher fordert HUGO BOSS von seinen Lieferanten einen sorgfältigen Umgang mit Chemikalien und unterstützt sie dabei, deren Einsatz zu reduzieren und gefährliche Stoffe zu ersetzen. Darüberhinaus arbeiten wir mit Cascale und Worldly zusammen, um unter anderem die Nachverfolgbarkeit und Transparenz des Wasserverbrauchs an den Standorten unserer direkten Lieferanten zu verbessern. Diese Zusammenarbeit schafft mehr Sichtbarkeit im Wasserverbrauch und ermöglicht es uns, künftig wirksame Strategien zur Reduzierung des Wasserverbrauchs zu entwickeln.
Wir haben uns das Ziel gesetzt, Abfälle über die gesamte Wertschöpfungskette zu reduzieren. An unseren Standorten entstehen Abfälle sowohl in der Produktion und in der Logistik als auch in den Einzelhandelsgeschäften und Verwaltungsgebäuden. Die entstehenden Abfälle werden wo möglich wiederverwendet oder recycelt. Um Abfallmengen zu reduzieren, achten wir vor allem in den eigenen Produktionsstätten auf optimierte Produktionsprozesse. Wir setzen hierbei beispielsweise auf einen effizienten Umgang mit Stoffen und Zutaten. Intelligente Schnittprogramme berechnen die bestmögliche Verteilung von Produktteilen auf einem Stoff – mit dem Ziel, so viel Rohmaterial wie möglich verwenden zu können.
Darüber hinaus arbeiten wir bei HUGO BOSS an einer weiteren Reduktion von Verpackungsabfällen. So prüfen wir beispielsweise kontinuierlich den Bedarf an bestimmten Produktverpackungskomponenten und entfernen Teile, wo immer dies möglich ist. Außerdem arbeiten wir weiter an Innovationen und Optimierungen bei der Verwendung von Transportverpackungen, indem wir Kartons wiederverwenden und den Leerraum reduzieren. Gleichzeitig behalten wir im Blick, dass die Produkte unversehrt und dem Premium-Anspruch der Marke entsprechend beim Kunden ankommen.
Bei den Transportverpackungen konnten wir 2025 rund 867 Tonnen Kartonagen in eigenen Distributionszentren wiederverwenden, was bedeutet, dass knapp 46% der im Warenversand eingesetzten Transportverpackungen wiederverwendet wurden. Seit 2017 sind alle neu beschafften Kartonagen, die in unseren eigenen Distributionszentren verwendet werden, zertifiziert und bestehen im Schnitt zu 80% aus Recyclingmaterial.